Lexikon der Konferenztechnik - Buchstabe D

Lexikon Buchstabe D

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Datenverarbeitung ist der klassische Begriff für das System Hardware (Computer und Peripherie) und Software (Anwenderprogramme, Betriebssysteme).

Jedes Computersystem verarbeitet Daten und Informationen. Dies können Texte, Tabellen, Statistiken, Bilder und sonstige Arten von Informationen und Daten sein. Erst das Zusammenspiel von Hard- und Software ermöglicht eine Datenverarbeitung, welche schnell und effektiv ablaufen kann. Dies ist vor allem bei sich stetig wiederholenden Prozessen sehr effizient.

Delegiertenanlage

Die Delegiertenanlage besteht aus einer Tischmikrofonkette, bei der jeder Diskussionsteilnehmer seine Sprechstelle selbst ein- und ausschalten kann. Die Mikrofone sind mit Schwanenhälsen ausgestattet, so dass jeder Teilnehmer die für ihn günstigste Sprechposition wählen kann. Bei der erweiterten Version sind an jeder Sprechstelle zusätzlich zwei Ohrhörerausgänge vorhanden, an denen der Teilnehmer den Sprachkanal und die entsprechende Lautstärke beim Einsatz mit einer Dolmetscheranlage frei wählen kann.

Die Delegiertenanlage wird eingesetzt für eine Teilnehmerzahl bis zu 120 Personen, die an Tischen Platz nehmen, z.B. Betriebsrats- und Ausschusssitzungen oder Pressekonferenzen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit für die Delegiertenanlage ist die Podiumsdiskussion. In der Regel wird die Delegiertenanlage in Verbindung mit einer Beschallungsanlage betrieben.

Siehe auch:

DIN EN ISO 20109 – Anforderung an die technische Ausstattung für das Simultandolmetschen

Die ISO 20109 wurde im Dezember 2016 veröffentlicht. Diese internationale Norm legt die Anforderungen für die Ausstattung fest, die für das Simultandolmetschen verwendet wird. Sie betrifft auch die Komponenten des Konferenz- bzw. Sprachverstärkungssystems, die direkten Einfluss auf das System zum Simultandolmetschen haben. Im Zusammenhang mit den Dolmetscherkabinen-Normen ISO 2603 und ISO 4043 legen die neuen ISO 20108 und ISO 20109 die maßgeblichen Anforderungen sowohl für die in den Kabinen benötigte Ausrüstung als auch für die Qualität und die Übertragung von Ton und Bild an die Dolmetscher fest.

Weitere Informationen finde Sie hier: DIN Norm beim Beuth-Verlag

Diplomingenieur für Medientechnik

Auskünfte zum „Diplomingenieur für Medientechnik“ erhalten Sie hier:

Fachhochschule Hamburg
Fachbereich Medientechnik
Stiftstraße 69
20099 Hamburg
Telefon: (0 40) 24 88-30 10

Folgender Verband hilft Ihnen sicherlich ebenfalls weiter:

DTHG Deutsche Theatertechnische Gesellschaft e.V.
Gruber Straße 76
85586 Poing
Telefon: (0 81 21) 7 65 31
Email: centrale@dthg.de

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Diplomingenieur für Theater- und Veranstaltungstechnik

Auskünfte zum „Diplomingenieur für Theater- und Veranstaltungstechnik“ erhalten Sie hier:

Technische Fachhochschule Berlin (TFH)
Fachbereich 9 – Maschinenbau
Studiengang für Theater- und Veranstaltungstechnik
Luxemburger Straße 10
13353 Berlin
Telefon: (0 30) 45 04-29 02

Folgender Verband hilft Ihnen sicherlich ebenfalls weiter:

DTHG Deutsche Theatertechnische Gesellschaft e.V.
Gruber Straße 76
85586 Poing
Telefon: (0 81 21) 7 65 31
Email: centrale@dthg.de

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Diskussionsanlage

Die Diskussionsanlage besteht aus einer Vielzahl von Mikrofonen, die es den einzelnen Teilnehmern ermöglicht, in die Diskussion einzugreifen. Diese Mikrofonkette kann aus der Delegiertenanlage bestehen und wird häufig in Verbindung mit einer Beschallungsanlage betrieben.

Siehe auch:

Dolmetscher bei Gericht

1. Wird unter Beteiligung von Personen verhandelt, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, so ist ein Dolmetscher hinzuzuziehen. Ein Nebenprotokoll in der fremden Sprache wird nicht geführt; jedoch sollen Aussagen und Erklärungen in fremder Sprache, wenn und soweit der Richter dies mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Sache für erforderlich erachtet, auch in der fremden Sprache in das Protokoll oder in eine Anlage niedergeschrieben werden. In den dazu geeigneten Fällen soll dem Protokoll eine durch den Dolmetscher zu beglaubigende Übersetzung beigefügt werden.

2. Die Zuziehung eines Dolmetschers kann unterbleiben, wenn die beteiligten Personen sämtlich der fremden Sprache mächtig sind.

Weitere Informationen zum Thema Dolmetscher gibt es hier:
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Dolmetscher für Film und Video

Soll ein Film oder Video bei einer Veranstaltung gezeigt werden, wird dies nur gedolmetscht, wenn die Dolmetscher den Film im vorhinein gesehen haben und bestätigen können, daß eine Verdolmetschung möglich ist.

Dies hat folgenden Grund: In Filmen und Videos werden meist viele Informationen gebündelt vermittlet. Die Texte sind in der Regel ausgefeilt und gut durchdacht, das Tempo der Sprecher ist hoch.

Die Dolmetscher müssen also Gelegenheit bekommen, sich auf diese Film- oder Videobeiträge vorzubereiten. In jedem Fall sollte das Script des Films rechtzeitig – also mindestens ein bis zwei Wochen vorher – vorliegen, eine Kopie des Films ist ebenfalls hilfreich.

Weitere Details klären Sie am besten mit einem beratenden Dolmetscher, der Ihnen Ihr Dolmetscherteam zusammenstellt.

Weitere Informationen zum Thema Dolmetscher gibt es hier:
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Dolmetscheranlage

Die Dolmetscheranlage beinhaltet die technischen Komponenten in der Dolmetschertechnik, die benötigt werden, um aus einer einsprachigen eine mehrsprachige Veranstaltung zu machen. Das sind hauptsächlich: Dolmetscherpult, Steuerzentrale, Infrarotanlage, alternativ Induktivanlage oder die Delegiertenanlage.

Das Dolmetscherpult in der Dolmetscherkabine dient dem Dolmetscher zur Wahl der Kanäle, in die er spricht und welche er hören möchte. Er trägt eine Hör-Sprech-Garnitur (ähnlich der eines Piloten) oder arbeitet mit einem Tischmikrofon und einem Kopfhörer. Das Dolmetscherpult ist über ein spezielles Kabel- oder Bussystem an eine Steuerzentrale angeschlossen. Diese Einheit verwaltet – heutzutage meist mikroprozessorgesteuert – die Ein- und Ausgangskanäle der Dolmetscheranlage. Eingespeist wird der Originalton aus dem Saal, einem Filmvorführgerät oder anderen Quellen. Als Ausgangssignale stehen die einzelnen Dolmetscherkanäle zur Verfügung, die dann an angeschlossene Kopfhörer oder an eine Infrarot-Dolmetscheranlage oder Induktivanlage weitergegeben werden.

Weitere Informationen zum Thema Dolmetscheranlage gibt es hier:
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Dolmetscherarten

Es wird zwischen mehreren Arten des Dolmetschens unterschieden:
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Ähnliche Begriffe:
Weitere Informationen zum Thema Dolmetscher:
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„Dolmetscherjargon

Um die erforderlichen Sprachen bei einer internationalen Konferenz zu beschreiben oder bei Dolmetschern eine Aussage über den Grad der Beherrschung der jeweiligen Sprachen treffen zu können, bedient man sich bestimmter Begriffe, die hier im Folgenden erläutert werden sollen.

Zu den Begriffen „aktive“ und „passive“ Sprache:

  • Eine aktive Sprache bedeutet, daß ein Dolmetscher diese Sprache sowohl gut verstehen wie auch gut sprechen kann. Eine passive Sprache dagegen kann ein Dolmetscher nur gut verstehen, er wird aber nicht in diese Sprache dolmetschen.
  • Eine aktive Sprache auf einer Konferenz sagt aus, daß diese Sprache vom Redner, von Podiumsteilnehmern oder im Saal bei Diskussionsbeiträgen gesprochen wird, eine passive Sprache dagegen wird im Konferenzsaal gar nicht benutzt (z. B. wenn Gäste einer Sprache nur als Zuhörer auftreten, Wortmeldungen in dieser Sprache nicht eingeplant/erlaubt sind).

Zu den Begriffen A-Sprache, B-Sprache und C-Sprache:

  • Die A-Sprache eines Dolmetschers ist seine Muttersprache. Ist er mehrsprachig aufgewachsen, so hat er in Ausnahmefällen sogar mehrere Muttersprachen. In diese Sprache dolmetscht es sich nach langen Jahren der Berufserfahrung am besten. Die A-Sprache ist eine „aktive“ Sprache (s. o.).
  • Bei der B-Sprache handelt es sich um eine Sprache, in der ein Dolmetscher fast so firm ist wie in seiner Muttersprache. Demnach kann er sie sowohl bestens verstehen als auch sprechen. Dies ist auch eine „aktive“ Sprache (s. o.).
  • Abschließend die C-Sprache: Der Dolmetscher ist hier in der Lage, diese Sprache bestens zu verstehen und in andere Sprachen wiederzugeben, er dolmetscht allerdings nicht in diese Sprache. Hier handelt es sich also um eine „passive“ Sprache (s. o.).
Ähnliche Begriffe:
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Dolmetschkabine

Die Dolmetscherkabine ist der Arbeitsplatz der Simultandolmetscher/innen. Es werden folgende Anforderungengestellt (nach ISO 4043 und DIN 56924):

Schalldämmende Ausführung, ausreichende Belüftung, Geräumigkeit, Dolmetscherpult, Hörsprechgarnitur, Beleuchtung und anderes.

Für Kongressteilnehmer steht dabei eher die Ästhetik im Vordergrund. Es wird zwischen festinstallierten und transportablen Kabinen unterschieden.

Ausführliches dazu finden Sie hier:

Dolmetschkategorien in der ehemaligen DDR

In der Deutschen Demokratischen Republik gab es eine Einstufung der Dolmetschleistungen nach Art des Einsatzes wie folgt:

Kategorie 1 (Begleitdolmetschen)

Für Einzelpersonen und Gruppen bei Besichtigungen, Stadtführungen und Exkursionen, Betreuung von Feriengästen und Touristen, beim Besuch von Kulturveranstaltungen und Sportveranstaltungen sowie bei Begrüßung und Verabschiedung, Gesprächsdolmetschen bei unverbindlicher oder zwangloser Unterhaltung, wobei als Qualitätsanforderung gilt, daß der zu übertragende Ausgangstext bei zulässig freier Wortwahl oder in kommentierter Form inhaltlich adäquat wiedergegeben wird.

Kategorie 2 (Informationsdolmetschen)

Wiedergabe des wesentlichen Informationsgehaltes von politischen Gesprächen, technischen, wissenschaftlichen oder kaufmännischen Erörterungen; Begleitdolmetschen auf Ministerebene, gleichgestellter oder höherer Ebene; Dolmetschen auf Solidaritätsmeetings, Freundschaftstreffen, Staatsempfängen innerhalb der Zuhörerschaft.

Kategorie 3 (Vortragsdolmetschen und Verhandlungsdolmetschen)

Einwandfreie Wiedergabe des Informationsgehaltes ohne Entstellungen beim Dolmetschen auf Lehrveranstaltungen, Solidaritätsmeetings, Freundschaftstreffen, Staatsempfängen vor der gesamten Zuhörerschaft; beim Dolmetschen von Vorträgen, Referaten; Informationsdolmetschen auf Ministerebene, gleichgestellter oder höherer Ebene; Dolmetschen bei Gerichten, Staatlichen Notariaten oder Untersuchungsorganen, Dolmetschen bei politischen, technischen, wissenschaftlichen und kaufmännischen Verhandlungen zum Zwecke der Abfassung von Dokumenten; Dolmetschen auf Tonband bei Interviews oder für Filmaufzeichnungen bei redaktioneller Nachbearbeitung. (Beim Vortragsdolmetschen arbeiten Dolmetscher in der Regel zu zweit)

Kategorie 4 (Kongreßdolmetschen)

Einwandfreie simultane Wiedergabe des Informationsgehaltes ohne Störungen, Entstellungen, Verzögerungen und Unterbrechungen auf Kongressen, Konferenzen, Symposien und Kolloquien.
(Dolmetscher sollten zu dritt oder bei kurzzeitigen Zusammenkünften der genannten Art zu zweit arbeiten, wobei sie einander ablösen. Kongreßdolmetscher arbeiten in der Regel in einer Kabine oder mittels einer Sprachgruppenanlage)

Kategorie 5 (Sonderdolmetschen)

Diese setzt die nachgewiesene Praxis als Kongreßdolmetscher voraus. Dolmetschen vor dem Publikum auf Großveranstaltungen oder im Fernsehen oder Rundfunk bei Direktsendungen; Dolmetschen bei internen Vorführungen für Filmfachleute zwecks Auswahl, Begutachtung und Ankauf von Filmen sowie bei Theatervorführungen und Filmvorführungen mit Publikum.

Im Vergleich dazu werden in der Bundesrepublik Deutschland folgende Begriffe verwendet:
Im Vergleich dazu werden in der Bundesrepublik Deutschland folgende Begriffe verwendet:
Weitere Informationen gibt es hier:
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Drahtlos

Unter dem Begriff „drahtlos“ versteht man eine Informationsübertragung unter Nutzung von elektromagnetischen Feldern bzw. Wellen. Die drahtlose Übertragung wird in verschiedene Bereich eingeteilt. Hier nun die wichtigsten in der Veranstaltungstechnik verwandten Bereiche:

Infrarot: 55 kHz bis 1000 kHz
8 m Band: 30 MHz bis 45 MHz
2 m Band: 138 MHz bis 250 MHz
70 cm Band: 450 MHz bis 960 MHz

Die Drahtlosübertragung bietet einige Vorteile. Der Benutzer kann sich in einem gewissen Umfeld frei bewegen. Es entfallen größere Kabelstrecken, was Auf- und Abbauzeiten verringert.

Bei der drahtlosen Übertragungstechnik ist jedoch bei der Auswahl der Geräte auf die Abstimmung der Frequenzen und die Auswahl der Antennen zu achten. Sind mehrere Unternehmen an der Ausrichtung einer Veranstaltung beteiligt, so müssen gegebenenfalls im Vorfeld die einzelnen Kanäle und Frequenzen zugeteilt werden.

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Drahtlose Mikrofone

Drahtgebundene Mikrofone werden immer öfter durch drahtlose Mikrofone bzw. Anlagen ersetzt. Durch Freigabe mehrerer UHF-Kanäle auch für Mobil- bzw. Vermietanlagen wurde in letzter Zeit eine erhebliche Verbesserung und Sicherheit bei der Übertragung des Sprachsignales erzielt.

Vorteile der drahtlosen Mikrofone sind:

  • Flexibilität und Mobilität der Akteure.
  • Keine Verkabelung notwendig.
  • Schnelles Auf- und Abbauen.

Die Verdrahtung wird hier durch eine HF-Übertragung ersetzt. Durch die sehr gute Qualität der drahtlosen HF-Technik ist heutzutage kein hörbarer Unterschied zu den drahtgebundenen Anlagen zu bemerken. Als Modulationsart wird die FM (Frequenzmodulation) benutzt. Zwischen dem Sender und Empfänger wählt man eine bestimmte Frequenz, die sogenannte Trägerfrequenz. Pro Übertragungskanal wird je Sende- und Empfangseinheit ein Übertragungskanal mit identischen Frequenzen benötigt. Es gibt verschiedene Frequenzbänder (siehe drahtlos), die für unterschiedliche Einsätze und Einsatzarten freigegeben sind oder auf Antrag freigegeben werden können.

Durch den Einsatz eines Diversitybetriebes erreicht man eine noch höhere Übertragungssicherheit und Tonqualität. Hier stehen gleich zwei Antennen zur Aufnahme des Signales zur Verfügung. Der Empfänger prüft nun ständig, an welcher Antenne das Signal des Sendemikrofones stärker ist und wechselt gegebenenfalls automatisch zwischen den Antennen.

Durch Wahl von geeigneten Kabeln und Antennen kann die Dämpfung bei Kabelverlängerung und Einsatz von Weichen minimiert werden.

Verwandte Themen:
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